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In „Pieces and Elements“ hat Isabelle Schad einen Kollektivkörper geschaffen, der verschiedene Metamorphosen durchläuft. Zwölf Tänzer*innen formen einen Organismus, in dem die einzelnen Körper wie Bausteine eines Moleküls miteinander verzweigt sind – jeder in die Einzelteile seiner Gliedmaßen zerlegt zu einem Ganzen, das man beinahe atmen hören kann. Ineinander verhakt schieben sie sich durch den Raum, gleiten übereinander hinweg und bewegen sich durch die Landschaft, die sie selbst kreieren, mit Präzision und Ausdauer. Einmal mehr zeigt sich Isabelle Schads Handschrift, die von somatischen Praktiken informiert ist und gleichzeitig vom Bild aus agiert. Zur Anerkennung der komplexen Struktur und der tänzerischen Leistung  gesellt sich von Zeit zu Zeit ein Unbehagen, das sich beim Anblick der Körperhaufen

Isabelle Schad: Pieces and Elements. 25.11.2016, Hebbel am Ufer, Berlin

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