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Diese Hände! Weich sind sie, gebunden und präzise, sanft schwingend und doch mit der rigorosen Klarheit strenger Form geführt. Der geflüchtete irakische Tänzer Akiles fügt in seinem Solo „The Parallel Side Of The Road“ rituelle Bewegungen, die er als Ursprung künstlerischen Tanzes sieht, zu einem innig-innerlichen Strom der Gesten. Sein Material hat er, laut eigenem Bekunden, auf seiner Flucht über Syrien, den Libanon, die Türkei, Georgien und Spanien gefunden, was diesem Unterwegssein aus existenzieller Notwendigkeit im Nachhinein die Anmutung einer Recherchereise verleiht. Eine zum Fluchtweg parallele Route – man kann sich Akiles als einen glücklichen Menschen vorstellen.

Akiles: The Parallel Side Of The Road. 13.01.2017, Tanztage, Sophiensaele Berlin

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