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hanns&graethe_kollaborationen: Zombie Ballett, 21. 4. 2017, Lichthof, Hamburg

Wenn Tanz etwas zu tun hat mit Muskelspannung, mit koordinierten Körpern, mit durchdachter Nutzung des Raumes, dann ist der Zombie das Gegenteil des Tänzers, schlurfend, schlaff, getrieben von bruchstückhaften Instinkten. Und bedrohlich. Ein Keller, ein Schlauch, ein Tunnel, durchflutet von hellem, schmerzhaftem Licht, halbzerstört, ein Teil der Mauer eingedrückt, ein Angstraum. Im Gegenlicht drei Performer, Schatten nur, unbewegt, kaum bewegt, eine halbe Drehung, ein Schleifen entlang der Kellerwand, ein leerer Blick. Eine Soundinstallation, Dröhnen, Stöhnen, Knirschen, am Ende ein Text, der dem Stück nicht wirklich gut tut, bis dahin Gefährdung, bis dahin Unbehagen.

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