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Michael Clark Company: To a simple, rock ’n’ roll… song. 18.08.2017, Tanz im August, Haus der Berliner Festspiele, Berlin.

Klatscht doch euren Modulor-Bürotisch, dafür, dass er nicht von Ikea ist, mit Standing Ovations an, oder geht zum Tag der offenen Tür beim Ballett/Modern-Studio und guckt euch all die Nymph*innen in süßen Trikots beim Versuch, sich in der Luft zu halten, an. Einmal im Leben Publikumsbeschimpfung muss sein, das hält sogar der Bundespräsident so. Also, warum Clark? Um Cunningham, Brown, Ashton, Rainer zusammenhangslos zitiert zu sehen, Cunninghams Lichtdesigner Charles Atlas ein paar Zahlenreihen zu Patti Smith herumwirbeln zu lassen, Musik, die auf Youtube Klicks in Millionenhöhe bekommt, einmal im Polstersessel zu hören, ein bisschen Latex und Bowie im Halloween-Outfit (Zitat, Zitat) vorbeiziehen zu sehen? Ja, klar, war alles so toll, so sonnenuntergangsfarben toll, vor einem halben Jahrhundert, und jetzt ist sogar Bowie darnieder oder irgendwo obendrüber, das muss betrauert, egal wie, Hauptsache dabeigesessen, guter alter Punk bleibt Punk, Clark bleibt Clark, und dass es bei den Türstehern der nächsten Bankfiliale nach Pisse stinkt, oh rock me down, das ist so unsexy, so very, very contemporary.

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