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Boris Charmatz / Musée de la danse: enfant. 21.06.2018, Volksbühne Berlin.

Käthe Kopf (Choreografin und Autorin, ärztlich tätig in der Kinder- und Jugendpsychiatrie) steht neben mir im Foyer der Volksbühne und sagt: „Ich fühle mich bevormundet.“ Wir sprechen über die Repräsentation von Gewalt, über „gut“ und „böse“, über Formen subtiler Gewalt gegen Kinder, davon, wie viel Zeigefingerkunst wir sehen. Ob die Bösen da draußen sind, schwarz gekleidete Gestalten, im kalten Licht und Donnergrollen? Michael Jackson??!! Die spannenden Momente in „Enfant“ sind für uns jene abseits der Choreografie, wenn die Kinder aus ihren Rollen fallen, ein Lachen nicht verkneifen können, wenn sie am Ärmel des nun unbewegten Erwachsenen ziehen, sich in die Quere kommen oder schon eine Minute vor Schluss sich als Erste zum Applaus aufstellen.

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