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Tanja Erhart + Katharina Senk: Two crutches Tanja and Katharina_Bangalore and Berlin… non_yielding. 16.11.2019 Sophiensæle – The Space In-Between (Berlin Edition), im Rahmen des NO LIMITS Festivals.

Auf den Bildschirm ihres Laptops blickend, spricht die Tänzerin Tanja Erhart in die Skype-Kamera mit vorfreudigem Grinsen: „Katharina, bist du da?“, worauf die Angesprochene ein „Bereit“ tippt, ihre Kamera freischaltet und so dem Berliner Publikum per Großleinwand die Sicht auf ein indisches Tanzstudio mitsamt Publikum freigibt.

Die Realtime-Performance der zwei Tänzerinnen umfasst zwei Gehinstrumente und zwei Aufführungsorte: die Körperlichkeit des Krückstocks – einer in Berlin, der andere in Bangalore – ist Leitmotiv und Richtungsweiser des Duetts, sie bestimmt, wie sich die Tänzerinnen auf dem Boden bewegen, wohin sie sich wenden, wie sie ihr folgen und sich von ihr inspirieren lassen.

Der Balanceakt der Krücke auf dem Körper (der Körper, der die Krücke stützt, nicht umgekehrt) zeigt sich als Spiel, das von der Bühnenmitte wieder zur Videokamera des Laptops führt, denn die Verschiedenheit der Körper der Tänzerinnen wird im verschmitzten Wetteifer ausgetragen.

Das Lächeln auf den Lippen beider Tänzerinnen, ihre Lust daran, sich der Herausforderung zu stellen, erklärt die inmitten der Performance aufgerollte Banderolen auf indischer und deutscher Publikumsseite: „Pressure in Pleasure“ / „Pleasure in Pressure“  –  je nach dem, wo man sich gerade auf der Welt befindet, ein anderer Sinn…

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