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Aline Landreau: Underneath. 02.06.2017, Tanzfabrik Wedding, Berlin.

Dunkelheit drückt auf die Augenlider, bis eine rechteckig-helle Fläche an Kontur gewinnt – die Bühne, an deren Rändern zwei Zuschauerreihen entlang führen. Darauf nur leicht erhoben haben sich zwei Körper niedergelegt, übereinander, geformt zu einem lebendigen Haufen,  einem Felsvorsprung am hinteren Drittel, dort wo es spitz zuläuft und dahinter abschüssig wird. Röchelnd und schnaufend, in Schieflagen und aneinander abgestützt vermessen Aline Landreau und Sébastien Chatellier die Begrenzungen der Bühnenrampe – gleiten über die Holzverkleidung, gönnen sich ab und an ein Seufzen, ein Zur-Seite-Kippen und kurzes Liegenbleiben, Atmen – viel Horizontale –, wenn das Licht tanzend mit einstimmt (Bruno Pocheron, Emese Csornai) und der Soundteppich (Antoine Monzonis-Calvet) sie noch ein Stück davon trägt, bis sie, endlich, zum langen, langen Fall ansetzen. Sie sind abgetaucht, ins Dahinter, wo die Rampe zu Ende ist und sich ein größerer Bühnenraum eröffnet. Schwer zu sagen, ob mit Verlassen des „sicheren“, „gemeinsamen?“ Grunds das Bodenlose drohend schlummert …

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